Anbau & Aussaat
Gründüngung anbauen: Anleitung für Garten & Kübel
Gründüngung ist das gezielte Anpflanzen von Pflanzen, die nicht zur Ernte, sondern zur Verbesserung der Bodenqualität dienen, indem sie Nährstoffe anreichern und die Bodenstruktur lockern.
Autor: Redaktion Anbau & AussaatAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
| Vorteil | Verbessert Bodenstruktur und Nährstoffgehalt |
|---|---|
| Pflanzenbeispiel | Lupinen, Klee, Phacelia, Senf |
| Anwendungszeit | Nach der Ernte, vor der Aussaat |
| Wirkung | Stickstofffixierung, Humusbildung |
| Dauer | Einige Wochen bis mehrere Monate |
Was ist Gründüngung und ihre Vorteile
Gründüngung bezeichnet den Anbau von speziellen Pflanzen, die nach einer bestimmten Wachstumszeit in den Boden eingearbeitet werden, anstatt sie zu ernten. Ihr Hauptzweck ist die Verbesserung der Bodengesundheit.
Die Vorteile sind vielfältig: Sie reichern den Boden mit Stickstoff an, lockern verdichtete Böden, unterdrücken Unkraut, schützen vor Erosion und fördern das Bodenleben.
Die richtigen Pflanzen für Ihre Bedürfnisse
Stickstoffsammler wie Klee, Luzerne oder Lupinen sind ideal, um den Boden mit Stickstoff anzureichern. Tiefwurzler wie Phacelia oder Ölrettich lockern den Boden und machen Nährstoffe aus tieferen Schichten verfügbar.
Senf oder Raps sind schnellwachsend und unterdrücken Unkraut effektiv. Eine Mischung aus verschiedenen Gründüngungspflanzen bietet die besten Ergebnisse und eine breitere Wirkung.
Wann und wie Gründüngung anwenden
Säen Sie Gründüngung am besten im Spätsommer oder Herbst nach der Ernte der Hauptkulturen, um den Boden über den Winter zu schützen. Eine Frühjahrsgründüngung kann den Boden vor der Hauptaussaat vorbereiten.
Arbeiten Sie die Pflanzen ein, bevor sie Samen bilden, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu vermeiden. Mähen Sie die Pflanzen und lassen Sie sie einige Tage auf dem Boden liegen, bevor Sie sie oberflächlich einarbeiten.
Gründüngung in den Gartenplan integrieren
Gründüngung ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Gartenbewirtschaftung und lässt sich gut in den Fruchtwechsel integrieren. Planen Sie die Aussaat so, dass die Gründüngung die Zeit zwischen den Hauptkulturen sinnvoll nutzt.
Sie ist besonders nützlich auf Beeten, die eine Pause brauchen oder deren Bodenqualität verbessert werden soll. Auch in Hochbeeten kann Gründüngung zur Nährstoffanreicherung eingesetzt werden.
Häufige Fragen
Wann sollte ich Gründüngung aussäen?
Die beste Zeit ist im Spätsommer oder Herbst nach der Ernte, um den Boden über den Winter zu schützen. Auch eine Aussaat im Frühjahr vor der Hauptkultur ist möglich.
Muss ich Gründüngung einarbeiten?
Ja, die Pflanzen sollten vor der Samenbildung gemäht und anschließend oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden. Dies fördert die Humusbildung und Nährstofffreisetzung.
Welche Pflanzen eignen sich für Gründüngung?
Beliebte Gründüngungspflanzen sind Klee, Luzerne, Lupinen (Stickstoffsammler), Phacelia, Ölrettich (Tiefwurzler) und Senf (schnellwachsend). Oft werden auch Mischungen verwendet.
Kann Gründüngung auch Schädlinge anziehen?
In seltenen Fällen können bestimmte Gründüngungspflanzen wie Senf oder Raps bei zu häufigem Anbau Nematoden fördern. Eine vielfältige Fruchtfolge und der Einsatz unterschiedlicher Gründüngungen minimieren dieses Risiko.
Wie lange lasse ich die Gründüngung stehen?
Lassen Sie die Gründüngung so lange stehen, bis sie eine gute Biomasse entwickelt hat, aber bevor sie in die Blüte geht und Samen ansetzt. Dies sind meist einige Wochen bis wenige Monate.
Quellen & weiterführende Fachinformationen
Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.
[1] Sortenverzeichnisse und Saatgutrecht
Bundessortenamt
Verbindliche Sortenangaben und Bezeichnungen für Gemüse- und Zierpflanzen.
[2] Gemüsebau-Kulturanleitungen
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)
Aussaat- und Pflanzzeiten, Pflanzabstände und Kulturführung im Freiland und Hochbeet.
Autorenschaft und redaktionelle Prüfung
Redaktion Anbau & Aussaat
Aussaat, Vermehrung & Kulturführung
Aussaat- und Kulturzeiten stammen aus mehreren Anbausaisons in Freiland, Hochbeet und Gewächshaus. Temperatur-, Keim- und Pflanzabstandsangaben werden mit Saatgut-Kulturanleitungen und Empfehlungen der Landesanstalten abgeglichen.
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- Substrat & Boden
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