Pflanzengesundheit
Nährstoffmangel bei Pflanzen erkennen und beheben
Nährstoffmangel zeigt sich an kleinen neuen Blättern, hellen Blattadern und stockendem Wachstum. Welcher Nährstoff fehlt, verrät das Muster: gleichmäßig blasse alte Blätter deuten auf Stickstoff, gelbe Flächen zwischen grünen Adern junger Blätter auf Eisen. Behoben wird er durch wöchentlich verdünnte Düngung in der Wachstumsphase und ein Umtopfen nach etwa acht Wochen.
Autor: Redaktion PflanzengesundheitAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
| Symptom | Kleine neue Blätter, hellere Blattadern, kaum Wachstum |
|---|---|
| Stickstoffmangel | Alte Blätter gleichmäßig blassgrün |
| Eisenmangel | Junge Blätter gelb, Adern bleiben grün |
| Magnesiummangel | Gelbe Flecken zwischen den Adern alter Blätter |
| Lösung | Wöchentlich verdünnt düngen, nach 8 Wochen umtopfen |
Warum Substrat auslaugt
Handelsübliche Erde enthält Nährstoffe für etwa sechs bis acht Wochen. Danach ist die Pflanze vollständig auf Düngung angewiesen – bei häufigem Gießen werden Nährsalze zusätzlich ausgewaschen.
Pflanzen, die seit über einem Jahr im selben Substrat stehen und nie gedüngt wurden, zeigen fast immer Mangelsymptome.
Richtig düngen statt viel düngen
Dünge in der Wachstumsphase lieber wöchentlich mit halber Dosierung als monatlich mit voller. Das hält die Konzentration im Substrat stabil und schont die Wurzeln.
Gieße vor dem Düngen mit klarem Wasser an – Dünger auf trockene Wurzeln kann Verbrennungen verursachen. Zwischen Oktober und Februar wird in der Regel nicht gedüngt.
Abgrenzung zu anderen Ursachen
Wächst die Pflanze bei ausreichender Düngung trotzdem nicht, prüfe Licht und Wurzeln. Häufig ist nicht der Nährstoff das Problem, sondern eine Wurzelschädigung, die die Aufnahme verhindert.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, welcher Nährstoff fehlt?
Am Muster: alte Blätter gleichmäßig blass deutet auf Stickstoff, junge Blätter gelb mit grünen Adern auf Eisen, gelbe Flecken zwischen den Adern alter Blätter auf Magnesium.
Wie oft sollte ich düngen?
In der Wachstumsphase von März bis September wöchentlich in halber Dosierung oder alle zwei Wochen in voller. Im Winter nur bei aktivem Wachstum.
Kann man Pflanzen überdüngen?
Ja. Weiße Krusten auf der Erde, braune Blattränder und plötzlicher Blattfall sind typische Anzeichen. Spüle das Substrat dann mit reichlich klarem Wasser durch.
Ersetzt Umtopfen das Düngen?
Für etwa sechs bis acht Wochen ja, danach ist frische Erde ebenfalls ausgelaugt.
Quellen & weiterführende Fachinformationen
Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.
[1] Pflanzenschutzdienst & Fachinformationen
Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen – Grundlage für Angaben zu Schaderregern und Kulturmaßnahmen.
[2] Pflanzenschutzmittel-Datenbank
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Verzeichnis zugelassener Pflanzenschutzmittel und ihrer Anwendungsgebiete in Deutschland.
[3] Nützlingseinsatz und biologischer Pflanzenschutz
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)
Praxisempfehlungen zu Nützlingen, Fallen und Vorbeugung im Innenraum und Gewächshaus.
Autorenschaft und redaktionelle Prüfung
Redaktion Pflanzengesundheit
Schadbilder, Schädlinge & Pflanzenschutz
Dieser Bereich beschreibt Schadbilder anhand sichtbarer Symptome und nennt Behandlungswege in der Reihenfolge kulturtechnisch, biologisch, chemisch. Zulassungsfragen und Anwendungsvorgaben richten sich immer nach der Produktkennzeichnung und den Angaben von BVL und Julius Kühn-Institut.
- Schädlinge
- Pilzkrankheiten
- Nährstoffmangel
- Biologischer Pflanzenschutz
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