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Pflanzen-Lexikon

Bogenhanf (Sansevieria): Pflege, Gießen & Vermehrung

Bogenhanf kommt mit sehr wenig Wasser aus: Im Sommer reicht alle zwei bis drei Wochen eine Gabe, im Winter alle vier bis sechs Wochen. Er verträgt halbschattige bis sonnige Plätze und braucht ein mineralisches, gut durchlässiges Substrat. Fast alle Probleme entstehen durch zu häufiges Gießen.

Autor: Pflanzenliebe24 Gärtner-RedaktionAktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
Bogenhanf mit aufrechten grünen Blättern in einem Steintopf
Steckbrief: Bogenhanf (Sansevieria)
Botanischer NameDracaena trifasciata (Sansevieria)
StandortHalbschattig bis vollsonnig
Gießenalle 2–3 Wochen, im Winter deutlich seltener
SubstratKakteenerde oder Grünpflanzenerde mit Sand/Bims
Düngen2–3× pro Jahr
SchwierigkeitSehr einfach

Warum Bogenhanf so genügsam ist

Sansevieria speichert Wasser in ihren dicken Blättern und öffnet die Spaltöffnungen überwiegend nachts. Dadurch verdunstet sie sehr wenig – und braucht entsprechend selten Wasser.

Ein Standort mit wenig Licht wird toleriert, bremst aber das Wachstum. Am schönsten färben sich die Blätter an hellen Plätzen.

Der häufigste Fehler: zu gut gemeint

Weiche, gelbliche Blattbasen bedeuten fast immer, dass zu oft gegossen wurde. Nimm die Pflanze aus dem Topf, entferne matschige Wurzeln, lasse die Schnittstellen einen Tag antrocknen und topfe trocken in mineralisches Substrat.

Gieße immer nur in den Wurzelbereich, nicht in den Blatttrichter.

Vermehrung über Blattstecklinge

Ein Blatt in fünf Zentimeter lange Stücke schneiden, die Schnittstellen zwei Tage antrocknen lassen und richtig herum in feuchtes Anzuchtsubstrat stecken. Nach sechs bis zehn Wochen bilden sich Wurzeln.

Panaschierte Sorten verlieren über Blattstecklinge ihre gelben Ränder – bei ihnen ist die Teilung des Wurzelstocks der bessere Weg.

Häufige Fragen

Wie oft muss man Bogenhanf gießen?

Im Sommer alle 2–3 Wochen, im Winter alle 4–6 Wochen. Die Erde muss zwischendurch vollständig durchtrocknen.

Verträgt Bogenhanf direkte Sonne?

Ja, wenn er langsam daran gewöhnt wird. Ein abrupter Wechsel vom Schatten in die Südsonne führt zu hellen Verbrennungsflecken.

Warum werden die Blätter weich und knicken um?

Das ist typisch für Wurzelfäule durch Staunässe. Trocken umtopfen und die Gießmenge dauerhaft reduzieren.

Ist Bogenhanf giftig?

Er ist schwach giftig. Für Katzen und Hunde kann der Verzehr zu Erbrechen führen, für Menschen ist er nur leicht reizend.

Quellen & weiterführende Fachinformationen

Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.

  1. [1] Gartenbau-Fachinformationen zu Zier- und Zimmerpflanzen

    Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)

    Kultur- und Pflegehinweise zu Zier- und Zimmerpflanzen aus Versuchsanstellungen.

  2. [2] Düngung im Haus- und Kleingarten

    Umweltbundesamt

    Umwelt- und Gewässerschutz-Hinweise zu Düngermengen und -zeitpunkten.

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