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Ratgeber

Gießen bei Regen: Wann ist zusätzliche Bewässerung nötig?: Ratgeber mit Tipps & FAQ

Regen ist nicht immer ausreichend, um den Wasserbedarf aller Pflanzen zu decken. Die Notwendigkeit zusätzlicher Bewässerung hängt von der Regenmenge, der Bodendurchlässigkeit, der Pflanzenart und der Topfgröße ab. Eine Überprüfung der Bodenfeuchtigkeit ist entscheidend.

Autor: Pflanzenliebe24 Gärtner-RedaktionAktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Gießen bei Regen
RegenmengeOft nicht ausreichend
BodenartSandig vs. lehmig
TopfpflanzenTrocknen schneller aus
NadelbäumeBenötigen auch im Winter Wasser
TestmethodeFingerprobe

Die Tücken von Regenwasser

Ein leichter Sommerregen mag erfrischend wirken, doch oft reicht die Menge nicht aus, um das Wasser tief genug in den Boden zu transportieren. Besonders bei kurzem, heftigem Regen fließt viel Wasser oberflächlich ab.

Pflanzen mit dichtem Blattwerk oder in großen Töpfen werden oft nicht ausreichend vom Regen erreicht, da das Laub das Wasser abhält oder der Wurzelballen nicht durchfeuchtet wird.

Wann ist Nachgießen trotz Regen sinnvoll?

Prüfen Sie nach einem Regenschauer die Bodenfeuchtigkeit in etwa 5-10 cm Tiefe. Fühlt sich die Erde dort noch trocken an, ist zusätzliches Gießen notwendig, besonders bei jungen Pflanzen oder Tiefwurzlern.

Topfpflanzen trocknen schneller aus als Beetpflanzen und benötigen auch bei Regen oft zusätzliche Wassergaben, da ihre Wurzeln keinen Zugang zu tieferen Bodenschichten haben.

Bodenbeschaffenheit und Pflanzenart beachten

Auf sandigen Böden versickert Wasser schnell, während lehmige Böden es besser speichern. Ein kurzer Regen kann sandige Böden kaum befeuchten, während lehmige Böden länger feucht bleiben.

Der Wasserbedarf variiert stark zwischen den Pflanzenarten. Mediterrane Pflanzen kommen mit weniger Wasser aus, während Hortensien oder Rhododendren auch nach Regen schnell Durst bekommen können.

Häufige Fragen

Wie viel Regen ist genug?

Als Faustregel gilt: Wenn es weniger als 10-15 Liter pro Quadratmeter regnet, ist zusätzliches Gießen oft notwendig. Ein Regenmesser kann hier Aufschluss geben.

Soll ich bei Regen die automatische Bewässerung ausschalten?

Moderne automatische Bewässerungssysteme verfügen oft über Regensensoren, die die Bewässerung bei Niederschlag unterbrechen. Bei älteren Systemen sollten Sie dies manuell tun, um Überwässerung zu vermeiden.

Warum bleiben die Blätter meiner Pflanze trocken, obwohl es regnet?

Dichtes Blattwerk, wie bei Hostas oder großen Stauden, kann als Schirm wirken und verhindern, dass das Regenwasser den Wurzelbereich erreicht. Gießen Sie in solchen Fällen gezielt den Wurzelbereich.

Ist Regenwasser immer besser als Leitungswasser?

Ja, Regenwasser ist weich, kalkarm und enthält keine Zusätze wie Chlor. Es ist ideal für alle Pflanzen und sollte, wenn möglich, in Regentonnen gesammelt werden.

Quellen & weiterführende Fachinformationen

Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.

  1. [1] Pflanzenschutzdienst & Fachinformationen

    Julius Kühn-Institut (JKI)

    Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen – Grundlage für Angaben zu Schaderregern und Kulturmaßnahmen.

  2. [2] Pflanzenschutzmittel-Datenbank

    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

    Verzeichnis zugelassener Pflanzenschutzmittel und ihrer Anwendungsgebiete in Deutschland.

  3. [3] Düngung im Haus- und Kleingarten

    Umweltbundesamt

    Hinweise zu sachgerechten Düngermengen und Umweltauswirkungen.

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