Ratgeber
Kokohum einsetzen: Der nachhaltige Bodenverbesserer: Ratgeber mit Tipps & FAQ
Kokohum, auch Kokosfaser genannt, ist ein umweltfreundliches Substrat, das aus den Fasern der Kokosnussschale gewonnen wird. Es verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und fördert eine gute Belüftung des Bodens, was es zu einer idealen Torfersatz-Alternative macht.
Autor: Pflanzenliebe24 Gärtner-RedaktionAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
| Herkunft | Aus den Fasern der Kokosnussschale, einem Nebenprodukt der Kokosnussindustrie. |
|---|---|
| Wasserspeicher | Kann das 8-10-fache seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen. |
| pH-Wert | Meist neutral (ca. 6,0-7,0), ideal für viele Pflanzen. |
| Struktur | Luftig und stabil, verhindert Verdichtung und fördert Wurzelwachstum. |
| Nachhaltigkeit | Torffrei und nachwachsend, eine umweltfreundliche Alternative. |
Was ist Kokohum und seine Vorteile?
Kokohum ist ein rein pflanzliches Substrat, das durch die Verarbeitung von Kokosfasern entsteht. Es ist eine ausgezeichnete, umweltfreundliche Alternative zu Torf.
Es zeichnet sich durch eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und gleichzeitig gute Drainageeigenschaften aus, was Staunässe effektiv vorbeugt.
Die stabile Struktur des Kokohums sorgt für eine dauerhaft gute Belüftung des Wurzelbereichs und verhindert das schnelle Absacken des Substrats.
Anwendung von Kokohum im Garten und Topf
Kokohum wird meist in gepresster Form (Briketts) verkauft und muss vor der Anwendung mit Wasser aufgequollen werden. Ein 500g Brikett ergibt etwa 8-10 Liter Substrat.
Es kann pur als Anzuchtsubstrat verwendet oder mit Gartenerde, Kompost oder Blumenerde gemischt werden, um deren Eigenschaften zu verbessern.
Ideal ist eine Mischung von 20-50% Kokohumanteil, um die Wasserspeicherung und Struktur von schwerer Gartenerde zu optimieren oder leichte Erden zu stabilisieren.
Tipps zur Pflege mit Kokohum
Da Kokohum von Natur aus nährstoffarm ist, sollten Sie bei der Verwendung als Hauptsubstrat regelmäßig düngen oder es mit nährstoffreicher Erde mischen.
Überprüfen Sie die Feuchtigkeit des Substrats regelmäßig, da die Oberfläche trocken erscheinen kann, während der Kern noch feucht ist.
Kokohum ist langlebig und kann über mehrere Jahre verwendet werden, ohne seine Struktur zu verlieren, was es zu einer kostengünstigen Option macht.
Häufige Fragen
Ist Kokohum für alle Pflanzen geeignet?
Kokohum ist für die meisten Pflanzen gut geeignet, besonders für solche, die eine gute Drainage und belüfteten Wurzelraum bevorzugen. Für Moorbeetpflanzen, die sauren Boden benötigen, ist es weniger geeignet, da es einen neutralen pH-Wert hat.
Muss ich Kokohum düngen?
Ja, da Kokohum nur sehr wenige Nährstoffe enthält. Eine regelmäßige Düngung ist notwendig, besonders wenn es als Hauptsubstrat verwendet wird.
Wie viel Wasser benötige ich, um Kokohum aufzuquellen?
Für ein typisches 500g Brikett Kokohum benötigen Sie etwa 3-4 Liter Wasser, um es vollständig aufzuquellen und ein Volumen von 8-10 Litern zu erreichen.
Kann Kokohum wiederverwendet werden?
Ja, Kokohum ist sehr stabil und kann über mehrere Jahre hinweg wiederverwendet werden, oft auch als Bodenverbesserer im Garten.
Quellen & weiterführende Fachinformationen
Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.
[1] Pflanzenschutzdienst & Fachinformationen
Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen – Grundlage für Angaben zu Schaderregern und Kulturmaßnahmen.
[2] Pflanzenschutzmittel-Datenbank
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Verzeichnis zugelassener Pflanzenschutzmittel und ihrer Anwendungsgebiete in Deutschland.
[3] Düngung im Haus- und Kleingarten
Umweltbundesamt
Hinweise zu sachgerechten Düngermengen und Umweltauswirkungen.
Autorenschaft und redaktionelle Prüfung
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