Pflanzengesundheit
Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln erkennen und behandeln: Symptome, Ursachen & Behandlung
Auf den Blättern entstehen braun-graue, wasserdurchtränkte Flecken mit hellem Rand, die sich bei Feuchte rasch ausbreiten. Die Knollen bekommen dunkle, eingesunkene Stellen und faulen im Boden weiter. Ursache: Der Erreger Phytophthora infestans braucht mehrere Stunden Blattnässe und milde Temperaturen um 18 °C. Regenreiche Witterung und dichte Bestände fördern die Ausbreitung stark. Behandlung: Befallenes Kraut sofort entfernen und im Restmüll entsorgen, niemals kompostieren. Weite Reihenabstände, gesundes Pflanzgut und eine Fruchtfolge mit vier Jahren Abstand senken das Risiko deutlich. Anhäufeln schützt die Knollen zusätzlich vor Sporen von oben.
Autor: Redaktion PflanzengesundheitAktualisiert am 5 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
- Steckbrief & Kennwerte
- So erkennst du Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln
- Ursachen
- Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln behandeln – Schritt für Schritt
- Vorbeugen
- Schritt für Schritt
- Befallenes Kraut sofort entfernen und im Restmüll entsorgen
- Bei drohender Ernteverlust das Kraut vollständig abschneiden
- Erst nach zwei bis drei Wochen roden
- Nur trockene
- Im Folgejahr Standort wechseln und resistente Sorten wie 'T…
- Häufige Fragen
- Quellen & Fachinfos
- Autor & Prüfung
- Weiterführendes Wissen & Produkte
| Art des Problems | Krankheit |
|---|---|
| Symptom | Auf den Blättern entstehen braun-graue, wasserdurchtränkte Flecken mit hellem Rand, die sich bei Feuchte rasch ausbreit… |
| Ursache | Der Erreger Phytophthora infestans braucht mehrere Stunden Blattnässe und milde Temperaturen um 18 °C. |
| Betroffene Pflanzen | Kartoffeln, seltener Tomaten |
| Schweregrad | Hoch |
| Behandlungsdauer | einmal befallenes Kraut ist nicht heilbar |
So erkennst du Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln
Auf den Blättern entstehen braun-graue, wasserdurchtränkte Flecken mit hellem Rand, die sich bei Feuchte rasch ausbreiten. Die Knollen bekommen dunkle, eingesunkene Stellen und faulen im Boden weiter.
Typisch betroffen sind Kartoffeln, seltener Tomaten. Pilz- und Bakterienkrankheiten breiten sich über Feuchtigkeit und Sporen aus – befallenes Material muss deshalb konsequent entfernt werden.
Ursachen
Der Erreger Phytophthora infestans braucht mehrere Stunden Blattnässe und milde Temperaturen um 18 °C. Regenreiche Witterung und dichte Bestände fördern die Ausbreitung stark.
Wichtig für die Abgrenzung: Dürrfleckenkrankheit (Alternaria) zeigt konzentrische Ringe in den Flecken statt eines diffusen, wässrigen Randes.
Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln behandeln – Schritt für Schritt
1. Befallenes Kraut sofort entfernen und im Restmüll entsorgen, niemals kompostieren.
2. Bei drohender Ernteverlust das Kraut vollständig abschneiden, damit Sporen nicht in den Boden gelangen.
3. Erst nach zwei bis drei Wochen roden, damit die Knollenschale abhärtet.
4. Nur trockene, unverletzte Knollen einlagern und regelmäßig kontrollieren.
5. Im Folgejahr Standort wechseln und resistente Sorten wie 'Toluca' oder 'Alouette' pflanzen.
Vorbeugen
Weite Reihenabstände, gesundes Pflanzgut und eine Fruchtfolge mit vier Jahren Abstand senken das Risiko deutlich. Anhäufeln schützt die Knollen zusätzlich vor Sporen von oben.
Bist du dir beim Schadbild nicht sicher, lade im Pflanzen-Doktor ein Foto hoch: Der KI-Scan vergleicht das Muster und nennt dir die wahrscheinlichste Ursache samt Behandlungsplan.
Schritt für Schritt
- 1
Befallenes Kraut sofort entfernen und im Restmüll entsorgen
Befallenes Kraut sofort entfernen und im Restmüll entsorgen, niemals kompostieren.
- 2
Bei drohender Ernteverlust das Kraut vollständig abschneiden
Bei drohender Ernteverlust das Kraut vollständig abschneiden, damit Sporen nicht in den Boden gelangen.
- 3
Erst nach zwei bis drei Wochen roden
Erst nach zwei bis drei Wochen roden, damit die Knollenschale abhärtet.
- 4
Nur trockene
Nur trockene, unverletzte Knollen einlagern und regelmäßig kontrollieren.
- 5
Im Folgejahr Standort wechseln und resistente Sorten wie 'T…
Im Folgejahr Standort wechseln und resistente Sorten wie 'Toluca' oder 'Alouette' pflanzen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln?
Auf den Blättern entstehen braun-graue, wasserdurchtränkte Flecken mit hellem Rand, die sich bei Feuchte rasch ausbreiten. Die Knollen bekommen dunkle, eingesunkene Stellen und faulen im Boden weiter.
Was ist die Ursache von Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln?
Der Erreger Phytophthora infestans braucht mehrere Stunden Blattnässe und milde Temperaturen um 18 °C. Regenreiche Witterung und dichte Bestände fördern die Ausbreitung stark.
Wie behandeln ich Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln am schnellsten?
Befallenes Kraut sofort entfernen und im Restmüll entsorgen, niemals kompostieren. Bei drohender Ernteverlust das Kraut vollständig abschneiden, damit Sporen nicht in den Boden gelangen.
Wie lange dauert die Behandlung?
Rechne mit einmal befallenes Kraut ist nicht heilbar. Kontrolliere die Pflanze in dieser Zeit wöchentlich, damit du einen erneuten Ausbruch früh erkennst.
Wie kann ich Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln vorbeugen?
Weite Reihenabstände, gesundes Pflanzgut und eine Fruchtfolge mit vier Jahren Abstand senken das Risiko deutlich. Anhäufeln schützt die Knollen zusätzlich vor Sporen von oben.
Quellen & weiterführende Fachinformationen
Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.
[1] Pflanzenschutzdienst & Fachinformationen
Julius Kühn-Institut (JKI)
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen – Grundlage für Angaben zu Schaderregern und Kulturmaßnahmen.
[2] Pflanzenschutzmittel-Datenbank
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Verzeichnis zugelassener Pflanzenschutzmittel und ihrer Anwendungsgebiete in Deutschland.
[3] Nützlingseinsatz und biologischer Pflanzenschutz
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)
Praxisempfehlungen zu Nützlingen, Fallen und Vorbeugung im Innenraum und Gewächshaus.
Autorenschaft und redaktionelle Prüfung
Redaktion Pflanzengesundheit
Schadbilder, Schädlinge & Pflanzenschutz
Dieser Bereich beschreibt Schadbilder anhand sichtbarer Symptome und nennt Behandlungswege in der Reihenfolge kulturtechnisch, biologisch, chemisch. Zulassungsfragen und Anwendungsvorgaben richten sich immer nach der Produktkennzeichnung und den Angaben von BVL und Julius Kühn-Institut.
- Schädlinge
- Pilzkrankheiten
- Nährstoffmangel
- Biologischer Pflanzenschutz
Fachlich geprüft von der Pflanzenliebe24-Redaktion: Pflegewerte, Schadbilder und Mittelangaben werden vor Veröffentlichung gegen Praxiserfahrung und die unten genannten Fachquellen abgeglichen.
Aktualisiert am Prüfintervall: halbjährlich
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