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Anbau & Aussaat

Rosmarin anbauen: Pflege und Überwinterung: Anleitung für Garten & Kübel

Rosmarin ist ein mediterraner Halbstrauch, der einen vollsonnigen, geschützten Standort und einen mageren, gut durchlässigen Boden benötigt. Er ist nicht vollständig winterhart und muss in kälteren Regionen geschützt oder im Haus überwintert werden.

Autor: Redaktion Anbau & AussaatAktualisiert am 7 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Rosmarin anbauen
StandortVollsonnig, warm, windgeschützt
BodenMager, kalkhaltig, extrem durchlässig
PflanzzeitAb Mitte Mai nach den Eisheiligen
WuchsformAufrecht, verholzend, mehrjährig
WinterhärteBedingt winterhart, Schutz erforderlich

Der ideale Standort für Rosmarin

Rosmarin benötigt einen vollsonnigen und warmen Standort, der möglichst vor kalten Winden geschützt ist.

Der Boden sollte mager, kalkhaltig und sehr gut durchlässig sein. Schwere, lehmige Böden sind ungeeignet und führen schnell zu Wurzelfäule.

Für den Anbau im Topf ist eine hochwertige Kräutererde mit viel Sand oder Tongranulat zu empfehlen und eine gute Drainage unerlässlich.

Pflanzung und Pflege von Rosmarin

Pflanzen Sie Rosmarin erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland. Der Pflanzabstand sollte etwa 40-50 cm betragen.

Gießen Sie Rosmarin sparsam. Er verträgt Trockenheit besser als zu viel Nässe. Der Boden sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen.

Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr fördert das buschige Wachstum und verhindert das Verholzen der Pflanze.

Rosmarin überwintern und ernten

In milden Regionen kann Rosmarin mit einem Winterschutz (Vlies, Reisig) im Freiland überwintern. Im Topf sollte er an einem hellen, kühlen und frostfreien Ort stehen.

Ernten Sie Rosmarin, indem Sie ganze Zweige abschneiden. Die beste Erntezeit ist vor der Blüte, wenn das Aroma am intensivsten ist.

Frischer Rosmarin hält sich einige Tage im Kühlschrank oder lässt sich gut trocknen und einfrieren.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Standort wählen

    Einen vollsonnigen, warmen und geschützten Platz mit durchlässigem Boden finden.

  2. 2

    Pflanzen

    Jungpflanzen nach den letzten Frösten ins Beet oder in einen Topf setzen.

  3. 3

    Sparsam gießen

    Nur gießen, wenn der Boden vollständig trocken ist. Staunässe vermeiden.

  4. 4

    Rückschnitt

    Im Frühjahr und nach der Blüte leicht zurückschneiden, um die Form zu erhalten.

  5. 5

    Überwintern

    Im Topf frostfrei und hell überwintern oder im Freiland mit Winterschutz versehen.

Häufige Fragen

Warum wird mein Rosmarin braun?

Braune Nadeln können ein Zeichen für Staunässe, Frostschäden oder auch extreme Trockenheit sein. Überprüfen Sie den Standort und das Gießverhalten.

Kann ich Rosmarin aus Samen ziehen?

Ja, Rosmarin kann aus Samen gezogen werden, dies ist jedoch langwierig und die Keimrate ist oft gering. Stecklinge sind eine schnellere und zuverlässigere Methode.

Wie oft muss ich Rosmarin gießen?

Rosmarin benötigt wenig Wasser. Gießen Sie nur, wenn die Erde im Topf oder im Beet vollständig abgetrocknet ist.

Welche Rosmarinsorten sind winterhart?

Einige Sorten wie 'Arp' oder 'Blue Winter' gelten als robuster, sind aber in sehr kalten Wintern trotzdem auf Schutz angewiesen.

Quellen & weiterführende Fachinformationen

Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.

  1. [1] Sortenverzeichnisse und Saatgutrecht

    Bundessortenamt

    Verbindliche Sortenangaben und Bezeichnungen für Gemüse- und Zierpflanzen.

  2. [2] Gemüsebau-Kulturanleitungen

    Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)

    Aussaat- und Pflanzzeiten, Pflanzabstände und Kulturführung im Freiland und Hochbeet.

Weiterführendes Wissen & passende Produkte

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