Direkt zum Inhalt

Pflanzen-Lexikon

Lavendel (Lavandula angustifolia): Pflege, Standort & Winterschutz

Lavendel (Lavandula angustifolia) steht vollsonnig auf magerem, warmem Boden. Gegossen wird selten, erst bei deutlicher Trockenheit – Lavendel verträgt Dürre besser als Nässe. Nur einmal im Frühjahr schwach düngen; zu viel Stickstoff macht die Pflanze weich und frostempfindlich. Echter Lavendel ist bis −20 °C winterhart, Schopflavendel nur bis −5 °C.

Autor: Pflanzenliebe24 Gärtner-RedaktionAktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Lavendel (Lavandula angustifolia)
Botanischer NameLavandula angustifolia
KategorieMediterrane Kübelpflanzen
Standortvollsonnig auf magerem, warmem Boden
Gießenselten, erst bei deutlicher Trockenheit – Lavendel verträgt Dürre besser als Nässe.
DüngenNur einmal im Frühjahr schwach düngen; zu viel Stickstoff macht die Pflanze weich und frostempfindlich.
Substratkalkhaltiger, sandig-magerer Boden mit Splittanteil.
WinterEchter Lavendel ist bis −20 °C winterhart, Schopflavendel nur bis −5 °C.
SchwierigkeitEinfach
BlüteJuni bis August

Standort: wo Lavendel wirklich gut wächst

Lavendel (Lavandula angustifolia) steht am besten vollsonnig auf magerem, warmem Boden. Mediterrane Kübelpflanzen mögen Sonne, mageren Boden und einen hellen, kühlen Winterstand.

Lavendel wird zweimal geschnitten: nach der Blüte um ein Drittel und im Frühjahr kräftig um die Hälfte – aber nie ins alte, verholzte Holz.

Gießen und Wasserbedarf

Gießrhythmus: selten, erst bei deutlicher Trockenheit – Lavendel verträgt Dürre besser als Nässe. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern die Substratfeuchte: Fühlen sich die oberen zwei bis drei Zentimeter trocken an, wird durchdringend gewässert und überschüssiges Wasser nach zehn Minuten aus dem Untersetzer entfernt.

Als Substrat bewährt sich kalkhaltiger, sandig-magerer Boden mit Splittanteil. Staunässe ist bei Lavendel die häufigste Ursache für Wurzelschäden.

Düngen: Nährstoffe richtig dosieren

Nur einmal im Frühjahr schwach düngen; zu viel Stickstoff macht die Pflanze weich und frostempfindlich. Flüssigdünger wird immer in feuchtes Substrat gegeben, nie auf trockene Wurzeln – sonst drohen Verbrennungen an den Feinwurzeln.

Für Lavendel eignet sich ein Mediterran Dünger mit ausgewogenem NPK-Verhältnis und Spurenelementen.

Überwinterung und Winterschutz

Echter Lavendel ist bis −20 °C winterhart, Schopflavendel nur bis −5 °C.

Im Winter sinkt der Wasser- und Nährstoffbedarf deutlich. Weniger Licht bedeutet weniger Verdunstung – Gießabstände werden verdoppelt, gedüngt wird nicht.

Typische Probleme und ihre Ursachen

Verkahlen von innen entsteht durch fehlenden Rückschnitt, Wurzelfäule durch schweren Lehmboden.

Wenn du das Schadbild nicht sicher zuordnen kannst, hilft der KI-Scan im Pflanzen-Doktor: Foto hochladen, Diagnose und Behandlungsplan erhalten.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich Lavendel gießen?

selten, erst bei deutlicher Trockenheit – Lavendel verträgt Dürre besser als Nässe. Prüfe vorher mit dem Finger, ob die oberen 2–3 cm Substrat trocken sind. Im Winter werden die Abstände etwa verdoppelt.

Welcher Standort ist für Lavendel richtig?

Lavendel gedeiht vollsonnig auf magerem, warmem Boden. Bei zu wenig Licht wachsen die Triebe lang und dünn, bei zu viel direkter Sonne entstehen helle bis braune Blattflecken.

Womit dünge ich Lavendel am besten?

Nur einmal im Frühjahr schwach düngen; zu viel Stickstoff macht die Pflanze weich und frostempfindlich. Passend ist ein Mediterran Dünger; die Flora Boost Serie wird von uns selbst entwickelt und produziert.

Ist Lavendel winterhart?

Echter Lavendel ist bis −20 °C winterhart, Schopflavendel nur bis −5 °C.

Was sind die häufigsten Probleme bei Lavendel?

Verkahlen von innen entsteht durch fehlenden Rückschnitt, Wurzelfäule durch schweren Lehmboden.

Quellen & weiterführende Fachinformationen

Diese Stellen nutzen wir als fachliche Grundlage. Rechtliche Angaben zu Pflanzenschutzmitteln richten sich immer nach der Kennzeichnung des jeweiligen Produkts.

  1. [1] Gartenbau-Fachinformationen zu Zier- und Zimmerpflanzen

    Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)

    Kultur- und Pflegehinweise zu Zier- und Zimmerpflanzen aus Versuchsanstellungen.

  2. [2] Düngung im Haus- und Kleingarten

    Umweltbundesamt

    Umwelt- und Gewässerschutz-Hinweise zu Düngermengen und -zeitpunkten.

Weiterführendes Wissen & passende Produkte

Vertiefende Steckbriefe, Schadbilder und Anleitungen zu diesem Thema – plus das dazu passende Pflegemittel aus eigener Herstellung.

Pflanze scannen 📸

Kostenlose KI-Diagnose per Foto

Jetzt starten